Gedankenstrich

Der Gedankenstrich, auch als Halbgeviertstrich bekannt, ist ein waagerechter, Halbgeviert – langer Strich. Er dient dazu, einen eingeschobenen Nebensatz zu kennzeichnen. Auch bei Geldbeträgen wird er benutzt.

Dieser Strich wird oft mit dem Minuszeichen und dem Viertelgeviertstrich verwechselt.

Der Spiegelstrich ist ein Satzzeichen, der bestimmte Punkte einer Aufzählung in einem Text kennzeichnet. Spiegelstriche stehen immer am Anfang jedes Eintrags in der Aufzählung. Die Spiegelstrichliste (auch Aufzählung genannt) wird in der Regel mit einem Einzug versehen und als ein Textblock formatiert. Seine erste Zeile hat die Schriftgrundlinie mit dem Aufzählungszeichen gemeinsam.

Manche Regel im Deutschen sind sogar einem Anfänger klar – zum Beispiel, dass es immer Komma vor wenn gibt. Andere dagegen sind nicht so deutlich, wie zum Beispiel der Unterschied zwischen dem Bindestrich und dem Gedankenstrich. Das ist ein ziemlich kleiner, jedoch wesentlicher Unterschied mit großem Effekt, und oft falsch gemacht. Die Striche sind am häufigsten voneinander nach der Länge unterscheidet. Aber das ist nicht der einzige Unterschied. Der Bindestrich war einmal die dünnste Linie, die die Breitfeder hergegeben hat. Auch steht er niemals zwischen zwei Leerzeichen.

Der Gedankenstrich ist eine horizontale Linie. Die ist ein bisschen länger als der Bindestrich.

Kommasetzung Einschub

In Appositionen und bei erklärenden Einschüben lassen sich das Komma oder die Klammer durch den Gedankenstrich als Satzzeichen ersetzen. Der Gedankenstrich wird dann vor allem verwendet, wenn man beim Lesen eine Denkpause einlegen soll. Es ist zu empfehlen, Einschübe mit größerer Sprechpause mit Gedankenstrichen zu markieren. Ein Komma folgt direkt am Ende des Einschubs auf den Gedankenstrich.

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Der Gedankenstrich kann statt eines einzelnen Kommas einsetzt werden, um einen Gegensatz zu betonen. „Vielleicht haben Sie Recht – aber er sieht das ganz anders.“

Ein Gedankenstrich kann zwischen zwei Sätzen einen Wechsel angeben – der Gedanke, der Sprecher oder der Gesprächsgegenstand wechseln sich.

Der Gedankenstrich zählt auch zu den Spiegelstrichen und kann in Spiegellisten den Beginn eines Listenelements markieren.

Man setzt den Viertelgeviertstrich als Ergänzungsstrich, wenn nur Wortbestandteile ausgelassen werden.

Im Englischen und anderen Sprachen wird der Geviertstrich ohne umgebende Leerzeichen als Gedankenstrich verwendet. Der Halbgeviertstrich kann für das gesprochene Wort bis stehen. Als Intervallgrenzen sind hierbei nur Zahlen und zählbare (ordinale) Typen üblich. Bei Verwendung von ‚von‘ benutzt man in der Regel kein Bis-Strich, sondern die ausgeschriebene Version:

  • nicht: „Öffnungszeiten: von Di.–Do. von 11:30–22:00 Uhr“
  • sondern: „Öffnungszeiten: Di.–Do., 11:30–22:00 Uhr“
  • oder: „Öffnungszeiten: von Di. bis Do. von 11:30 bis 22:00 Uhr“
  • Phrasen werden nicht abgekürzt (nicht: „kaum–gar nicht“ oder „tschüss–bald“).

Laut Duden sollen vor und nach einem Bis-Strich keine Leerzeichen stehen („2–4 €“).

Die Norm DIN 5008 „Schreib- und Gestaltungsregeln für die Textverarbeitung“ verlangt beim Bis-Strich hingegen vor- und nachstehend immer ein Leerzeichen („2 € – 4 €“ oder „2 – 4 €“). Übrigens ist diese auf einfachen Textsatz ausgelegt; sie sind dementsprechend mit dem Halbgeviertstrich und anderen gängigen Satzfiguren wie Ligaturen nicht verwandt.
Man setzt Bis-Striche zwischen Jahresangaben in der Regel ohne Leerzeichen (1987–1999). Ausnahmeweise werden diese bei der Darstellung zwischen Jahr und Tag (12. August 1961 – 19. November 1989) verwendet.

Leerzeichen vor Satzzeichen sind üblich. Viele Typografen setzen vor und nach dem Bis-Strich besondere Leerzeichen oder generieren auf andere Weise schmalen Leerraum. Auslassungspunkte werden auch anstelle des Bis-Strichs verwendet, wenn Zahlenangaben Striche enthalten („10,– € … 1000,– €“ oder „10,– … 1000,– €“).

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Bei Streckenangaben wird der Halbgeviertstrich eingesetzt. Die Meinungen unterscheiden sich, ob der Halbgeviertstrich durch Spatia oder Leerzeichen eingerahmt wird oder nicht. DIN 5008 und Ö-NORM A 1080 empfehlen für den Bürobereich Leerzeichen um den Streckenstrich (z. B. „Berlin – Wien“). Laut Duden soll man den Streckenstrich meist ohne Spatium setzen.

Spatien oder auch ganze Leerzeichen sind zum Beispiel zweckmäßig – man macht im Schreibgebrauch oft Ausnahmen. Zum Beispiel ist das der Fall, wenn die Namen der Orte aus zwei Wörtern besteht („Boston – Las Vegas – New York“). Ein Umbruch wird nötig, wenn viele Ortsnamen als Route verbunden werden. Beim Zeilenumbruch soll der Streckenstrich immer am Ende der oberen Zeile stehen.

Wenn man runde Geldbeträge angibt, kann man nach der ganzen Zahl ein Komma und direkt danach ein Halbgeviertstrich als Auslassungszeichen setzen. Zum Beispiel: „20,– €“. Bei Geldbeträgen unter 1 € ist es dagegen nicht mehr üblich, diese mit einem Strich zu beginnen (z. B. „–,87 €“). Jetzt wird die Ziffer Null verwendet (z. B. „0,78 €“). In Tabellen kann man den Geviertstrich verwenden, um zwei Nullen (00) zu ersetzen („57,— €“), jedoch nie im Fließtext.

In diesem Fall, wobei ein Strich eine Ziffer ersetzt, wird von Unicode den ziffernbreiten Strich „‒“ (U+2012) als speziellen Halbgeviertstrich vorgesehen.
In Wörterbüchern verbindet man die enthaltenen Sprachen durch einen Halbgeviertstrich miteinander (zum Beispiel Deutsch–Englisch sowie Englisch–Deutsch).

Großschreibung nach einem Bindestrich

Man schreibt nach Bindestrich groß nur Substantive und substantivisch gebrauchte Wörter –

Man stellt sich einen Bindestrich wie einen Beistrich vor. Es ist ganz einfach.

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Schluss

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